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POLITIK NIMMT THEMA NACHKARRIERE AUF

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Die Tessiner Nationalrätin Greta Gysin bringt ein relevantes Thema auf die politische Agenda in Bern. Sie lancierte einen Vorstoss an den Bundesrat mit der Aufforderung, dass der Staat bessere Strukturen für die Betreuung und Beratung von Leistungssportlern – insbesondere nach deren Karriere – schaffen soll. Darüber berichten heute zwanzig Zeitungen der CH Media auf einer ganzen Seite. Als Aufhänger wird die Story der ehemaligen Spitzensynchronschwimmerin Maria Piffaretti erzählt, die nach ihrem Rücktritt in grosse Schwierigkeiten geraten war und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen musste.
Swiss Olympic hat gewisse Angebote für Leistungssportler, wie der Autor schreibt. Doch diese greifen nur teilweise, sie reichen nicht aus – deshalb haben wir sportlifeone lanciert. Piffaretti ist kein Einzelfall. Sportlerinnen und Sportler fallen am Ende ihrer Karriere fast über Nacht aus ihrem gewohnten Umfeld, das ihnen jahrelang Sicherheit gegeben hat. Sportverbände, Sportclubs, Agenten und andere Institutionen, die beim Aufbau und in der Blüte der Karriere präsent waren, sind dann plötzlich nicht mehr da. Das ist die Regel. Einige schaffen diesen Übergang selbständig, andere benötigen Hilfe. Kaum einer lässt die Öffentlichkeit an seinen Problemen teilhaben, die Mehrheit taucht ab und versteckt sich – auch frühere Olympiasieger, Weltmeister oder Fussball-Nationalspieler zählen dazu.
Unser Netzwerk sportlifeone zielt, auf privater Basis und ohne externe Finanzierung, exakt auf dieses Problem. Unsere acht unabhängigen Partner erfüllen jenen Anspruch, den die Tessiner Politikerin Greta Gysin scheinbar im Kopf hat; nämlich eine umfassende Betreuung, vor, während und nach der Karriere. Man darf gespannt sein, wie der Bundesrat, wie die Politik, dieses Thema nun bespricht und beurteilt.

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