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VIDEOStefan Küng – Druck & hohe Erwartungen

Stefan Küng – Druck und hohe Erwartungen





Portrait von Stefan Küng mit Fahrrad

„Strade bianche“ – anfangs August dürfen die Radprofis endlich wieder ihrer Leidenschaft nachkommen. Und sogleich beweisen die „Helden der Landstrasse“ auf diesem staubigen Kieselstrassenparcours in der Toskana wieder ihre Leidensfähigkeit. Stefan Küng, der letzte Saison leistungsstärkste Schweizer Radprofi, stürzte rund 80 Kilometer vor dem Ziel, verlor den Anschluss an die Schnellsten und kämpfte sich mit einem Rückstand von über 10 Minuten als Vierzehnter ins Ziel in der Innenstadt von Siena. Chapeau!

Stefan Küng soll in diesem Spätsommer und im Herbst als Captain des Teams Groupama-FDJ natürlich eine wichtige und dominante Rolle spielen. Der 26jährige Frauenfelder, Mitglied unserer Sport-Community sportlifeone, hat sich diese Position im letzten Jahr hart erarbeitet. Obwohl – die letzte Saison, wo er ins Team der Franzosen gewechselt hatte, bleibt ihm nicht in bester Erinnerung. Es lief ihm insbesondere in seiner Paradedisziplin Zeitfahren nicht nach Wunsch. Das rechneten ihm die Medien mehrmals vor, nicht immer zu Stefans Erheiterung. Mund abwischen und weitermachen. Und so sorgte er zum Saisonschluss mit dem Gewinn der Bronzemedaille an der Strassen-Weltmeisterschaft prompt noch für ein grosses Ausrufezeichen.

Stefan ist ein intelligenter Rennfahrer, ein weitdenkender Mensch. Er kann einordnen. Aber auch er weiss nach der Corona-Zwangpause noch nicht genau, wo er steht. Aber er weiss, dass bei Groupama FDJ alles auf ihn ausgerichtet ist. Das ganze Team hofft auf ihren Capitano, man setzt bei Eintagesrennen auf seine Stärken. Das gibt Druck und Erwartungen. Und damit muss man umgehen können.

In einem interessanten Video-Porträt, das von Jan Mühletaler von roja-films realisiert wurde, spricht Stefan Küng über diesen Druck, mit dem er selber noch besser umgehen will. Er erzählt, wieso er eigentlich nicht der „nächste Cancellara“ sein will.

„Nimm’s nicht zu ernst – mach deinen Weg“, sagt Stefan.

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